CMD-Therapie

Wenn der Kiefer knackt, schmerzt oder nachts zusammengebissen wird: Behandlung bei craniomandibulärer Dysfunktion in Duisburg-Rumeln.

Unsere Behandlungen

In unserer Praxis in Duisburg-Rumeln behandeln wir Menschen jeden Alters – mit Verordnung oder als Selbstzahlerin und Selbstzahler. Welche Therapieform für Sie sinnvoll ist, klären wir gemeinsam beim ersten Termin. Zugelassen sind wir für alle Kassen, Privatversicherte und Berufsgenossenschaftsfälle.

CMD-Therapie am Kiefergelenk in der Physiotherapiepraxis Duisburg-Rumeln

Was ist eine craniomandibuläre Dysfunktion?

Der Begriff klingt sperriger, als er ist. Er setzt sich aus drei lateinischen Bestandteilen zusammen:

  • Cranium – der Schädel
  • Mandibula – der Unterkiefer
  • Dysfunktion – eine Fehlfunktion

Gemeint ist also eine Funktionsstörung im Kausystem: Ober- und Unterkiefer treffen nicht in der optimalen Position aufeinander. Das klingt nach einer Kleinigkeit, hat aber Folgen. Die Kaumuskulatur gehört zu den kräftigsten Muskeln des Körpers, und wenn sie dauerhaft gegen einen ungünstigen Biss arbeitet, entstehen Fehlbelastungen.

Diese Fehlbelastungen bleiben oft nicht auf den Kiefer beschränkt. Über die Muskelketten kann sich die Spannung bis in Nacken, Schultern und Rücken fortsetzen – deshalb landen Beschwerden, die eigentlich vom Kiefer ausgehen, häufig zuerst beim Orthopäden.

Wie behandeln wir CMD?

Am Anfang steht ein ausführlicher Befund. Wir schauen uns an, wie weit Sie den Mund öffnen können, wie sich das Kiefergelenk dabei bewegt, wo die Muskulatur druckempfindlich ist – und wir sehen uns die Halswirbelsäule und die Körperhaltung mit an. Ohne diese gründliche Untersuchung geht es nicht, denn die Ursache liegt selten nur an einer Stelle.

Behandelt werden anschließend das Kiefergelenk selbst und die zugehörige Muskulatur, mit den Händen und von außen wie auch von innen. Dazu kommt die Arbeit an Nacken und Halswirbelsäule, wenn der Befund das nahelegt.

Ein wichtiger Teil passiert außerhalb der Praxis: Sie bekommen Dehn- und Kräftigungsübungen für zu Hause, abgestimmt auf Ihren Befund. Der Kiefer ist den ganzen Tag in Bewegung – was Sie selbst tun, wirkt deshalb oft stärker als das, was in der Behandlungszeit möglich ist.

Und wir arbeiten nicht allein. Bei CMD ist die Abstimmung mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt entscheidend, oft auch mit der Kieferorthopädie. Wenn eine Schiene angepasst wurde, richten wir die Behandlung darauf aus.

Welche Beschwerden können auf CMD hindeuten?

Die Anzeichen sind vielfältig und werden nicht immer sofort mit dem Kiefer in Verbindung gebracht. Häufig sind:

  • Schmerzen im Kiefergelenk oder in der Wange, besonders morgens
  • Knacken oder Reiben beim Öffnen und Schließen des Mundes
  • Eingeschränkte Mundöffnung, etwa beim Gähnen oder beim Abbeißen
  • Zähneknirschen und Pressen, oft nachts
  • Kopfschmerzen, vor allem im Schläfenbereich
  • Nacken- und Schulterverspannungen ohne erkennbaren Auslöser
  • Ohrgeräusche, Druckgefühl im Ohr oder Schwindel
  • Abgeriebene Zähne oder wiederkehrende Schäden an Zahnersatz

Ob tatsächlich eine CMD dahintersteckt, lässt sich nur durch eine Untersuchung klären – in der Regel gemeinsam mit der Zahnmedizin. Wenn mehrere dieser Punkte auf Sie zutreffen, sprechen Sie uns gern an.

Nackenschmerzen eines Patienten

Welche Ziele verfolgt die Behandlung?

Jede Behandlung verfolgt Ziele, die wir mit Ihnen abstimmen. Was davon in welchem Umfang erreichbar ist, hängt von Ihrer Ausgangssituation ab und lässt sich vorab nicht versprechen – das besprechen wir offen. Typische Behandlungsziele sind:

  • Die Spannung in der Kaumuskulatur senken
  • Die Beweglichkeit des Kiefergelenks verbessern
  • Schmerzen im Kiefer, im Gesicht und im Nacken lindern
  • Muskuläre Fehlbelastungen ausgleichen
  • Den Zusammenhang zwischen Kiefer, Haltung und Nacken berücksichtigen
  • Ihnen Übungen an die Hand geben, mit denen Sie selbst weiterarbeiten können

Ablauf und Verordnung

Die Behandlung wird ärztlich oder zahnärztlich verordnet – meist als Manuelle Therapie oder als Krankengymnastik. Zahnärztinnen und Zahnärzte dürfen bei einer CMD-Diagnose selbst Heilmittel verordnen. Wenn Ihre Zahnärztin also den Verdacht äußert, fragen Sie direkt dort nach einer Verordnung.

Der erste Termin ist der längste, weil der Befund Zeit braucht. Danach folgen die weiteren Einheiten in einem Rhythmus, den wir gemeinsam festlegen. Zwischen den Terminen üben Sie zu Hause – das gehört fest zur Behandlung dazu.

Weil CMD selten eine einzige Ursache hat, stimmen wir uns bei Bedarf mit den anderen Beteiligten ab: Zahnmedizin, Kieferorthopädie und der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Sie haben Beschwerden? Lassen Sie uns sprechen.

Ob mit Rezept oder erst einmal nur mit einer Frage: Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine Terminanfrage. Wir melden uns zurück und klären gemeinsam, wie wir Ihnen weiterhelfen können.

  • Für alle Kassen, Privatversicherte und Berufsgenossenschaftsfälle zugelassen
  • Terminanfrage telefonisch oder online – wir melden uns zurück
  • Mitten in Duisburg-Rumeln, Rathausallee 12–14

Häufige Fragen zur CMD-Therapie

Was Patientinnen und Patienten vor der ersten Behandlung häufig fragen

Ja. Zahnärztinnen und Zahnärzte dürfen bei einer entsprechenden Diagnose Heilmittel verordnen, etwa Manuelle Therapie oder Krankengymnastik. Viele Patientinnen und Patienten kommen genau auf diesem Weg zu uns. Alternativ stellt Ihre Hausärztin oder Ihr Orthopäde die Verordnung aus.

Mehr, als man vermutet. Die Kaumuskulatur ist über Muskelketten mit der Halswirbelsäule und dem Schultergürtel verbunden. Steht der Kiefer dauerhaft unter Spannung, kann sich diese Spannung nach unten fortsetzen. Deshalb sehen wir uns bei einer CMD-Behandlung immer auch Nacken und Haltung an – und deshalb bringt die Behandlung des Kiefers allein oft nicht das gewünschte Ergebnis.

Das entscheidet Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt. Häufig laufen beide Wege parallel: Die Schiene entlastet das Gelenk und schützt die Zähne, die Physiotherapie arbeitet an Muskulatur und Beweglichkeit. Wenn Sie bereits eine Schiene tragen, bringen Sie sie gern zum Termin mit.

Teilweise ja. Ein Teil der Kaumuskulatur lässt sich nur von innen erreichen, deshalb gehört die Behandlung im Mundraum mit Handschuhen zum Verfahren dazu. Wir erklären Ihnen vorher genau, was wir tun, und gehen behutsam vor. Wenn Ihnen das unangenehm ist, sagen Sie es – wir arbeiten dann von außen weiter.

Solche Beschwerden treten bei einer CMD häufiger begleitend auf, was durch die enge räumliche Nähe von Kiefergelenk und Ohr erklärt wird. Ein Zusammenhang ist möglich, aber nicht zwingend. Lassen Sie Ohrgeräusche und Schwindel deshalb bitte immer auch ärztlich abklären, bevor Sie sie dem Kiefer zuschreiben.

Einiges. Sie bekommen von uns Dehn- und Kräftigungsübungen, die auf Ihren Befund abgestimmt sind. Dazu kommen Kleinigkeiten im Alltag: darauf achten, dass die Zähne tagsüber nicht aufeinanderliegen, harte und zähe Speisen in stressigen Phasen meiden, den Kiefer beim Gähnen abstützen. Diese Übungen sind kein Beiwerk, sondern ein zentraler Teil der Behandlung.

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